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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Azidose
Störung im Säure-Basen-Haushalt des Körpers mit Abfall des arteriellen pH-Werts unter 7,36. Eintreten und Ausmass hängen unter anderem von den biochemischen Ausgleichmöglichkeiten des Körpers ab.

Formen
1. Metabolische Azidose: Sie kommt durch Stoffwechselstörungen (z. B. Mangel an Insulin) zustande. Der Ausgleich erfolgt über die Atmung, die gesteigert wird (Hyperventilation). Die dadurch vermehrte Kohlendioxidabgabe über die Lunge führt zu einer Normalisierung des pH-Werts. Symptome: vertiefte Atmung (Kussmaul-Atmung), Blutdruckabfall, Schock. Therapie: Eine Azidose kann durch die Zufuhr von ausgleichen Substanzen behoben werden.
2. Respiratorische Azidose: Sie entsteht durch Zunahme des Kohlendioxidgehaltes im Blut infolge mangelnder Abatmung (Hypoventilation). Ursachen: zentrale Atemdepression, Behinderung der Atemarbeit (z. B. bei Rippenserienfrakturen, neuromuskulären Erkrankungen), bei Pickwick-Syndrom und Lungenerkrankungen mit Störungen des Gasaustauschs. Ausgleich: Die Gegenregulation des Stoffwechsels über die Nieren reagiert nur längerfristig und kommt deshalb nur bei chronischer respiratorischer Azidose zum Tragen. Symptome: blau-rote Färbung der Haut durch Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut, Atemnot, schneller Herzschlag und anderes. Therapie: Steigerung der Atemtätigkeit. Bei akuter respiratorischer Azidose erfolgt ggf. eine kontrollierte Beatmung.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin