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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Viren, onkogene
Viren mit der Fähigkeit, entweder im Labor oder im lebenden Menschen oder Tier Zellen neoplastisch zu verändern. Onkogene (oder auch geschwulstbildende) Eigenschaften der Viren wurden erstmals 1911 beim Rous-Sarkom des Huhns nachgewiesen. Bisher sind über 100 verschiedene Viren mit onkogenem Potential bekannt. Wie die Veränderung vor sich geht, ist noch nicht endgültig geklärt, möglicherweise werden Onkogene des Körpers fehlreguliert oder fremde Onkogene eingeschleust. Mit der Entstehung von menschlichen Tumoren werden u. a. folgende Viren in Verbindung gebracht: humane Papillomaviren (Zervixkarzinom), Hepatitis-B-Virus (primäres Leberzellkarzinom; vgl. Hepatitis-Viren), Retroviren (HTLV 1, 2; humane T-Zell-Lymphome), Epstein-Barr-Virus (Burkitt-Lymphom, Nasopharyngealkarzinom), Adenoviren; eine onkogene Wirkung von Herpes-simplex-Virus und Zytomegalievirus ist nicht sicher erwiesen.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin