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Glossary

Angefangen bei A wie "Abmagerung" bis hin zu Z wie "Zytostatika" bieten wir Ihnen kurze Erklärungen für Fachbegriffe aus Medizin und Wissenschaft – in klaren und einfachen Worten.




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Östrogene
Weibliche Sexualhormone, die vor allem in Eierstock, Gelbkörper, Mutterkuchen sowie in geringer Menge in Fettgewebe, Nebennierenrinde und Hoden gebildet werden. Wichtige natürliche Östrogene sind Estradiol, Estron und Estriol.

Biologische Wirkungen
Der Menstruationszyklus der Frau wird durch Östrogene und Gestagene gesteuert, im Allgemeinen zunächst durch Östrogene: z. B. Follikelreifung, Auslösung der Ausschüttung des Hormons LH beim Eisprung (positive Rückkopplung, so genannter Hohlweg-Effekt), Eitransport, Wachstum der Schleimhaut in der ersten Zyklushälfte, Zusammensetzung der Gebärmuttersekrete und Beschaffenheit der Vaginalzellen. Östrogene wirken auch ausserhalb der Geschlechtsorgane.

Therapeutische Verwendung
Zur Hormonersatztherapi werden Östrogene in Kombination mit Gestagenen nach der Menopause eingesetzt, örtlich bei Scheidenentzündung (nach der Menopause), zur Behandlung weiblicher Unfruchtbarkeit (Sterilität), ausserdem zur Empfängnisverhütung (hormonale Kontrazeption).

Gegenanzeigen
Östrogenabhängiger Tumor, Lebererkrankung, Thrombose oder Embolie, vaginale Blutung, Bluthochdruck und anderes.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Hautreaktionen, Hautjucken, Schwindel, Depression, Störungen des Magen-Darm-Traktes, Ödeme, Gewichtszunahme. Die Behandlung ist sofort abzubrechen bei Symptomen einer Thrombose oder Embolie, einer koronaren Herzkrankheit, eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls, bei migräneartigem Kopfschmerz, akuter Sehstörung, Blutdruckanstieg, auffälligen Leberwerten oder Hörsturz.

Lexikon-Einträge: Roche und Walter de Gruyter, Berlin