Roche Meilensteine

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Roche Meilensteine

Der Gründungsvater von Roche, Fritz Hoffmann-La Roche, war ein engagierter Unternehmer und überzeugt davon, dass pharmazeutischen Markenprodukten die Zukunft gehört.

1896

1896

Das Gründungsjahr - erste Erfolge

Die Gründung der F. Hoffmann-La Roche & Co fällt in eine Zeit, in der sich in ganz Europa die Auswirkungen der industriellen Revolution bemerkbar machen. Am 1. Oktober 1896, im Alter von 28 Jahren, gründet Fritz Hoffmann-La Roche seine Firma und übernimmt damit die von ihm und Carl Traub aufgebaute Hoffmann, Traub & Co in Basel, Schweiz. Er erkannte als einer der Ersten, dass die industrielle Herstellung von Arzneimitteln einen riesigen Fortschritt im Kampf gegen Krankheiten bedeuten würde. Seitdem ist Roche zu einem weltweit führenden Healthcare-Unternehmen gewachsen.

  • Erste Produkte

    Produktentwicklung

    Erste Produkte

    Dem Pharmazeuten Carl Schaerges, dem ersten Forschungsleiter von Roche, gelingt zusammen mit dem Chemiker Emil C. Barell der Nachweis von Jod in Schilddrüsenextrakten. Daraus resultieren das erste Roche-Patent, die ersten wissenschaftlichen Publikationen sowie Aiodin, das erste einer Reihe von Schilddrüsenpräparaten.

  • Grosse Hoffnungen in Airol

    Produktentwicklung

    Grosse Hoffnungen in Airol

    Das Wundantiseptikum Airol wird eingeführt, ein ursprünglich in den Labors von Hoffmann, Traub & Co. entwickeltes Präparat. Man setzt grosse Hoffnungen in das hauseigene Desinfektionsmittel und dessen Chancen auf dem deutschen Markt. Im nahen badischen Bauerndorf Grenzach wird Land gekauft. Darauf entsteht eine kleine Fabrik, in der später das Wundpulver Airol produziert wird.

1897

1897-1914

Erweiterung und Internationalisierung

Schon früh beginnt Roche, ihre geschäftliche Tätigkeiten zu erweitern. Das in Grenzach (Deutschland) angelegte Fabrikgelände wird zwischen 1897 und 1910 stark erweitert und die Produktion massgeblich dorthin verlegt. Zügig machen sich Fritz Hoffmann und sein neuer Geschäftspartner Carl Meerwein auch an den Aufbau von Vertretungen und Tochtergesellschaften in Europa und Übersee. Unter anderem eröffnet Roche auch Tochtergesellschaften in Mailand, New York, St. Petersburg und London.

  • Erfolg mit Orangengeschmack

    Produktentwicklung

    Erfolg mit Orangengeschmack

    Der rezeptfrei erhältliche Hustensirup Sirolin enthält den hauseigenen Wirkstoff Thiocol. Sein Orangenaroma macht den Sirup innert Kürze zum Erfolg. Unter dem Markennamen Sirolin bleibt dieser Sirup während mehr als sechzig Jahren auf dem Markt.

  • Roche wächst

    Innovationen

    Roche wächst

    Max Cloëtta gelingt mit Unterstützung von Roche die Herstellung eines gereinigten, standardisierten Digitalispräparats, das alle herzaktiven Bestandteile der Fingerhutblätter enthält, von unerwünschten Begleitstoffen befreit ist und gleichbleibende Wirkung zeigt. Roche führt das Präparat 1904 unter dem Markennamen Digalen ein. Es trifft genau die Bedürfnisse der Ärzteschaft und bleibt bis 1964 im Handel. Das Schmerz- und Schlafmittel Pantopon (1909) sowie Sedobrol (1912), ein Präparat zur Behandlung von Epilepsie und nervösen Störungen, werden erfolgreich lanciert. Roche wächst und erweitert ihr Portfolio.

  • Zusammenarbeit im Kampf gegen Schmerzen

    Innovationen

    Zusammenarbeit im Kampf gegen Schmerzen

    Herrmann Sahli, Leiter der Medizinischen Universitätsklinik in Bern, wendet sich an Forschungsleiter Carl Schaerges. Er postuliert, dass die Gesamtinhaltsstoffe des Opiums (Alkaloide) Vorteile gegenüber den Einzelverbindungen besitzen. Aus den Diskussionen mit Sahli und den umfangreichen Arbeiten unter Schaerges entsteht das Schmerzmittel Pantopon, das 1909 eingeführt wird.

  • Roche agiert weltweit

    Unternehmensentwicklung

    Roche agiert weltweit

    Bereits 1914 besitzt Roche einen ansehnlichen Stab von Mitarbeitern (über 700) in Basel, Grenzach, Mailand, Paris, Berlin, Wien, St. Petersburg, London, New York und Yokohama, wo Roche Vertretungen oder Tochtergesellschaften eröffnet hat. Bereits damals fördert Roche die enge Zusammenarbeit zwischen akademischen Kreisen und praktischen Entwicklern. Bis 1915 sind alle Innovationen ein Resultat dieser Zusammenarbeit.

1915

1915-1927

Zeit der Krise

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat verheerende Auswirkungen auf die expandierende Firma. Der Boykott von Roche-Produkten in Deutschland, die völlige Abgeschnittenheit Basels vom Grenzacher Werk, der Verlust des russischen Marktes und der russischen Guthaben durch die Revolution 1917 sowie beträchtliche Währungsverluste bringen Roche in grosse finanzielle Schwierigkeiten. Als Reaktion auf diese Entwicklung wird Roche als Unternehmung in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zusätzlich muss Roche 1920 den Tod von Gründungsvater und Visionär Fritz Hoffmann beklagen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Veröffentlichung von Markus Guggenheims Standardwerk "Die biogenen Amine", welche den wissenschaftlichen Ruf von Roche untermauert.

  • Der Tod von F. Hoffmann

    Persönlichkeiten von Roche

    Der Tod von F. Hoffmann

    Gründungsvater Fritz Hoffmann stirbt am 18. April 1920 an einem Nierenleiden. Roche verliert mit ihm einen dynamischen Unternehmer und eine markante Persönlichkeit: “Mit weitschauendem Blick, rastloser Tätigkeit, mitreissender Impulsivität und unverzagtem Optimismus hat er stets die Richtlinien des Unternehmens bestimmt und dieses immer wieder auf eine höhere und breitere Basis zu leiten gewusst.” [Aus der Grabrede von Emil C. Barell, 1920] Emil C. Barell wird neuer Firmenchef.

  • Erste Schritte in Richtung synthetische Vitamine

    Persönlichkeiten von Roche

    Erste Schritte in Richtung synthetische Vitamine

    Markus Guggenheims Standardwerk „Die biogenen Amine“ erscheint. Bei Roche beginnt man, unter dem Namen „Biochemica“ Substanzen wie Aminosäuren, Peptide, Proteine, Herzglykoside, Vitamine und Hormone zu verkaufen, die ursprünglich für eigene Forschungsprojekte hergestellt worden sind. Diese Entwicklung trägt stark zum wissenschaftlichen Ruf von Roche bei. 1927 beginnt Guggenheim Studien über Vitamin B1. Im Verlauf dieser Arbeiten verwendet er Extrakte von Reiskleie. Eine Tat, die zur erfolgreichen Synthese von Vitamin B beiträgt und die spätere Produktion des Vitamis bei Roche begründet.

  • Pensionskasse für Arbeitnehmer

    Soziales Engagement

    Pensionskasse für Arbeitnehmer

    In das Jahr 1921 fällt die Schaffung der “Beamten- und Arbeiterpensionskasse Roche” für Büro und Industrieangestellte. Anlass dazu ist das 25jährige Bestehen der Firma. Zusätzlich stiftet Barell aus eigenen Mitteln einen Spezialfonds für Geschenke an Mitarbeiter, die 25 Jahre im Unternehmen tätig gewesen sind.

  • Roche's erste Direktorin

    Persönlichkeiten von Roche

    Roche's erste Direktorin

    1926 tritt die 30jährige Baslerin Alice Keller eine Schiffsreise nach Japan an: Nach rund 12monatiger Tätigkeit bei Roche Basel übernimmt die Doktorin der Nationalökonomie eine Stelle in Tokio, wo die Firma seit 1925 eine eigene Niederlassung betreibt. Zunächst ist sie in Tokio Mädchen für alles: Sie kümmert sich um die Korrespondenz mit Basel, um Textkorrekturen und Produkteinführungen; auch Abrechnungen und Kalkulationen laufen über ihren Tisch. Als sie 1939 Roche Japan verlässt, um nach Basel zurückzukehren, ist sie bereits Direktorin. Ein sensationeller Erfolg für diese Zeit.

  • Stärkung der synthetischen Produktion

    Produktentwicklung

    Stärkung der synthetischen Produktion

    Allonal wird 1920 eingeführt. Das schmerzstillende Beruhigungs- und Schlafmittel ist das erste Medikament, welches auf synthetischer Basis produziert wird. Auf dem Basler Areal wird ein Betriebslabor zur Entwicklung von Syntheseverfahren eingerichtet.

1928

1928-1944

Ein Vitaminschub hilft über die Krise

Unter der Leitung des Vorsitzenden Emil C. Barell schafft Roche die Rückkehr aus der Krise. Angetrieben von ihrer Vitamin-Produktion erlebt Roche einen unerwarteten Aufschwung, was den Anschluss an frühere Erfolge ermöglicht. Roche ist in der Lage zu expandieren und beginnt ihr starkes Engagement auf dem Amerikanischen Markt mit ersten Investitionen in New York und Nutley.

  • Investitionen in den USA

    Unternehmensentwicklung

    Investitionen in den USA

    Weil die Platzverhältnisse im Geschäftsgebäude in New York zu klein sind, wird in Nutley, NJ, eine neue Fabrik geplant - und gebaut: Hier sollen noch mehr Produkte als bisher direkt vor Ort produziert werden. Bereits ein Jahr später (1929) findet die Übersiedlung nach Nutley statt, wo nebst anderen Präparaten schon bald auch Barbiturate hergestellt werden, insbesondere das in den Staaten sehr erfolgreiche Schlaf- und Beruhigungsmittel Allonal.

  • Erweiterung des Hauptsitzes

    Unternehmensentwicklung

    Erweiterung des Hauptsitzes

    In Basel entsteht im Jahre 1935 das neue Verwaltungsgebäude 21 nach den Plänen des Architekten Otto R. Salvisberg. Der gebürtige Berner, der zuvor mit Bauten in Berlin zu einiger Berühmtheit gelangt ist, konzipiert ein Gebäude, das noch heute durch seine schlichte Eleganz besticht.

  • Vitamine: Eine Erfolgsgeschichte

    Produktentwicklung

    Vitamine: Eine Erfolgsgeschichte

    1933 bietet Tadeusz Reichstein (Nobelpreis 1950) Roche eine technisch verwendbare Synthese über isoliertes Vitamin C an, deren Prinzip noch heute angewendet wird. Da das Produkt erfolgreich ist wird die Synthese in den grosstechnischen Massstab übertragen und bereits ein Jahr später die ersten 50 Kilogramm Vitamin C hergestellt. Dies ist der eigentliche Beginn der Vitaminfabrikation bei Roche. Als erstes Vitamin-C Präparat wird Redoxon eingeführt. Auf dem Gebiet der synthetischen Vitamine A, B1, B2, E and K1 hat Roche weltweit die Spitzenposition erreicht. Bis 1938 sind Vitamine der Kernbereich des Unternehmens, welches Benerva (Vitamin B1), Nestrovit (Multi-Vitamin), Beflavin (Vitamin B2), Ephynal (Vitamin E) umfasst.

1945

1945-1964

Modernisierung und Rationalisierung

Der Ausbau der Vitaminherstellung sowie neue Produktionsstandorte stärken die Position von Roche als einem der grössten Vitaminanbieter weltweit. Um der starken Abhängigkeit vom Vitamingeschäft zu begegnen, verstärkt Roche die pharmazeutische Forschung. Zwischen den frühen 50er und Mitte der 60er Jahre ist die pharmazeutische Forschung sehr facettenreich: Die Palette reicht von Antidepressiva über Antibiotika bis hin zu Antiinfektiva und Krebstherapeutika. Während dieser Zeit stossen die Forscher von Roche auf eine Verbindung aus der Klasse der Benzodiazepine, welche die gewünschte Wirkung erzielt: Sie beruhigt, ohne schläfrig zu machen.

  • Roche steigt in die Kosmetik-Branche ein

    Unternehmensentwicklung

    Roche steigt in die Kosmetik-Branche ein

    1945 wird die Kosmetikfirma Panteen AG mit ihren Tochtergesellschaften gegründet. Roche beschäftigt mittlerweile insgesamt 4000 Menschen, davon alleine 1200 in Basel (CH) und 2000 in Nutley (USA).

  • Beginn der Tranquilizer Produktion

    Produktentwicklung

    Beginn der Tranquilizer Produktion

    Mitte der fünfziger Jahre wird eine neue Gruppe von Beruhigungsmitteln (Tranquilizer) in die Therapie eingeführt. Leo Sternbach greift auf eine Substanzklasse zurück, die er bereits früher bearbeitet hatte und stösst dabei auf eine Verbindung aus der Gruppe der Benzodiazepine, welche die gewünschte Wirkung erzielt. Das erste - Ro 5-0690 - wird 1960 unter dem Namen Librium eingeführt. Tranquilizer entwickeln sich schnell zu einem der wichtigsten Produktbereiche von Roche und bescheren mit der Rationalisierung der Vitaminproduktion dem Konzern ein schnelles Wachstum.

  • Erstes Medikament gegen Krebs

    Produktentwicklung

    Erstes Medikament gegen Krebs

    Fluorouracil (1962) ist das erste Roche-Therapeutikum gegen bestimmte Krebsformen und ebnet damit den Weg für Roche's Tätigkeiten im Bereich der Krebs-Chemotherapie.

  • Valium Roche

    Produktentwicklung

    Valium Roche

    Das beruhigende und angstlösende Psychopharmakon Valium Roche, entstanden durch chemische Variationen der Benzodiazepinreihe, kommt 1963 auf den Markt. Es wird nicht nur therapeutisch, sondern auch kommerziell ein grosser Erfolg.

  • Expansion

    Unternehmensentwicklung

    Expansion

    Roche erwirbt 1963 Givaudan S.A., eine der weltweit führenden Firmen auf dem Gebiet der Riechstoffe und Aromen. Sie ist seit Jahren Abnehmerin von Zwischenprodukten aus der Vitamin-A-Produktion. 1964 übernimmt Roche das renommierte französische Riechstoffunternehmen Roure Bertrand Dupont. Der Personalbestand beträgt 1965 weltweit 19000 gegenüber 7000 Mitarbeitern im Jahr 1953. Zahlreiche Niederlassungen in aller Welt werden in dieser ausserordentlichen Wachstumsphase gegründet, z.B. in Mexico oder Indien.

1965

1965-1978

Diversifikation

Gestützt auf dem grossen Erfolg der Benzodiazepine entwickelt sich Roche zu einem Unternehmen, das sich den Aspekten der gesamten Gesundheitspflege öffnet. Unter dem Namen „Bioelectronics“ entstehen in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten Abteilungen, welche sich mit der Entwicklung elektronischer Geräte für medizinische Zwecke beschäftigen. Die Bezeichnungen „Rocom“ und „Medicovision“ stehen für die Roche-Diversifikationsprojekte im Bereich der Gesundheitspublizistik. Die Übernahme der Pflanzenschutzfirma Dr. R. Maag AG in Dielsdorf im Jahre 1969 steht im Zeichen des Engagements auf dem Agro-Sektor. In Nutley beginnt der Vorstoss ins Gebiet der Diagnostika. In diese Periode fällt auch der Beginn des Engagements auf dem Gebiet der biomedizinischen Grundlagenforschung durch die Gründung des Roche Institute of Molecular Biology in Nutley und des Instituts für Immunologie in Basel. 1972 öffnet das medizinisch-biologisch ausgerichtete Nippon Roche Research Center in Kamakura (Japan) seine Pforten. Das schwere Chemie-Unglück in Seveso von 1976 (bei der Tochterfirma Givaudan) ist ein schwerer Schlag für Roche.

  • Einstieg in Diagnostika

    Unternehmensentwicklung

    Einstieg in Diagnostika

    Mit der Gründung der Abteilung für diagnostische Produkte betritt Roche 1968 ein neues Tätigkeitsfeld, kurz “Diagnostika” genannt. Neben der Ausarbeitung neuer diagnostischer Tests steht die Entwicklung von Geräten zur automatischen Durchführung von Analysen im Vordergrund, aber auch der Aufbau von Servicelaboratorien, die klinische Analysen für Ärzte und Kliniken durchführen.

  • Bekenntnis zur Forschung

    Forschungsinstitutionen

    Bekenntnis zur Forschung

    Nutley eröffnet das Roche Institute of Molecular Biology (1968) als eines der ersten Forschungs- und Entwicklungs-Center. Ebenfalls 1968 wird das Basler Insitut für Immunologie gegründet und bereits 1969 eröffnet. Roche beruft Niels Kaj Jerne als ersten Direktor des Institutes, welcher später einen Nobelpreis erhält.

  • Prix Galien

    Auszeichungen

    Prix Galien

    Das Antiparkinsonmittel Madopar wird 1974 mit dem Prix Galien ausgezeichnet, einem 1970 in Frankreich geschaffenen Preis zur Auszeichnung neuartiger und therapeutisch wertvoller Medikamente. Dies ist der Start einer Serie von Auszeichnungen für Roche Therapeutika, einen Meilenstein in der Medikamenten-Therapie. Es ist der erste von bislang 27 Prix Galien Preisen für Roche Produkte.

  • Der Seveso Unfall

    Katastrophe

    Der Seveso Unfall

    Bei Icmesa, einer Tochterfirma des zu Roche gehörigen Riechstoffunternehmens Guivaudan, ereignet sich 1976 eine chemische Fehlreaktion. Eine Aerosolwolke entweicht aus dem Fabrikationsgebäude und vergiftet Seveso und die Nachbargemeinden mit einem dioxinhaltigen Chemikaliengemisch. Roche und Givaudan sind von Anfang bemüht, den verursachten Schaden wieder gutzumachen. Sie stehen den italienischen Behörden bei der schwierigen und Jahre andauernden Bewältigung der Folgen der Katastrophe zur Seite.

1979

1979-1990

Konzentration auf die Stärken

Roche beginnt die Strukturen zu straffen und weitgehend selbständige Divisionen aufzubauen. Zusätzlich findet eine deutliche Konzentration der Tätigkeitsfelder statt. Dies geschieht durch gezielte Firmenübernahmen oder Veräusserungen in den verschiedenen Geschäftsbereichen: Die Divisionen Vitamine und Diagnostics werden durch Zukäufe meist kleinerer Firmen verstärkt und ausgebaut. 1990 besteht Roche aus vier Divisionen: Pharma, Vitamine und Feinchemikalien, Diagnostics sowie Riechstoffe und Aromen.

  • Quantensprung in der Krebstherapie

    Unternehmensentwicklung

    Quantensprung in der Krebstherapie

    Am Roche Institute of Molecular Biology isoliert man reines alpha-Interferon. Roche Nutley beginnt eine Zusammenarbeit mit dem Biotech-Unternehmen Genentech in San Francisco, welche die gentechnische Herstellung des körpereigenen Stoffs zum Ziel hat. Es gelingt, das für die Produktion von Alfa-Interferon zuständige DNS-Teilstück in das Erbgut von Bakterien einzuschleusen und diese damit zur Produktion von Interferon anzuregen.

  • Markteinführung von Rocephin

    Produktentwicklung

    Markteinführung von Rocephin

    Rocephin, ein Antibiotikum aus der Familie der Cephalosporine, wird bereits 4 Jahre nach seiner Entdeckung in der Schweiz eingeführt (1982). Schon 1987 übertrifft es im Umsatz sämtliche Roche-Produkte. Die Diagnostics Division führt 1985 ein Analysegerät für die klinische Chemie ein: den Cobas Bio/Mira. 1986 kommt mit Roferon-A das erste von Roche gentechnisch entwickelte Medikament auf den Markt.

  • Nobelpreise

    Persönlichkeiten von Roche

    Nobelpreise

    Niels Kaj Jerne, erster Leiter des Basler Instituts für Immunologie, erhält 1984 als Wegbereiter der modernen Immunologie zusammen mit César Milstein und Georges Köhler, den Entdeckern der monoklonalen Antikörper, den Nobelpreis für Medizin. Susumu Tonegawa, ein Forscher am Basler Institut für Immunologie von 1972 bis 1981 erhält den Nobelpreis der Medizin (1987) für die Aufklärung des genetischen Entstehungsmechanismus von Antikörpern. Diese wichtige Entdeckung wird es später möglich machen, humanisierte Antikörper zu produzieren.

  • Gründung der Roche Holding AG

    Unternehmensentwicklung

    Gründung der Roche Holding AG

    Die 1986 eingeführte Konzernorganisation wird weiter entwickelt. Die bisherigen Sparten werden zu Divisionen aufgebaut. Eine Holding-Organisation wird geschaffen und das Aktienkapital wird erhöht. Die neue Struktur erlaubt Roche den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten.

1991

1991-2000

Internationale Expansion und innovative Entwicklungen

Durch kontinuierliches Engagement in der Forschung will Roche innovative Ansätze in der Arzneimitteltherapie entwickeln, um umfangreiche Therapien und Krankenhausaufenthalte zu vermindern.

  • PCR-Technologie stärkt Diagnostics-Sparte

    Unternehmensentwicklung

    PCR-Technologie stärkt Diagnostics-Sparte

    1991 erwirbt Roche die weltweiten Rechte für die PCR-Technologie (Polymerasekettenreaktion) von der Cetus Corporation. Diese ermöglicht den Nachweis geringster Mengen von Erbsubstanz und öffnet den Weg zur Entwicklung diagnostischer Tests, die hochempfindlich, schnell und spezifisch sind und ein breites Spektrum medizinischer und forschungsrelevanter Anwendungen unterstützen.

  • Arzneimittel von Roche gegen HIV und Krebs

    Produktentwicklung

    Arzneimittel von Roche gegen HIV und Krebs – Teil 1

    Ab Mitte der 90er Jahre kommen eine Reihe innovativer Arzneimittel zur Krebsbehandlung auf den Markt: Herceptin, eine neuartige Therapie zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs. Es ist ein humanisierter Antikörper, der auf HER2 ausgerichtet ist und dessen Funktion hemmt. HER2 ist ein Protein, das von einem spezifischen Gen mit krebserzeugendem Potenzial gebildet wird. MabThera verlängert das progressionsfreie Überleben von Patienten mit der im Erwachsenenalter am häufigsten auftretenden Leukämieform.

  • Arzneimittel von Roche gegen HIV und Krebs

    Produktentwicklung

    Arzneimittel von Roche gegen HIV und Krebs – Teil 2

    Invirase (1996), der erste HIV-Protease-Hemmer, erweist sich als überwältigender Erfolg und wird 1999 mit dem Prix Gallien ausgezeichnet. Roche bringt außerdem Valcyte und Fuzeon auf den Markt. Sie stellen die ersten Medikamente einer neuen Klasse von Fusionshemmern zur Behandlung von HIV dar. Fuzeon hindert das Virus am Eindringen in die menschlichen Immunzellen. Dadurch wird das humane Immundefizienz-Virus – welches das Immunsystem HIV-infizierter Personen zerstört – an der Vermehrung gehindert (Prix Gallien 2004).

  • Innovationen bei Diagnostics

    Produktentwicklung

    Innovationen bei Diagnostics

    Die Division Diagnostics bringt 1995 eine Reihe neuer Systeme für alle Bereiche der medizinischen Diagnostik auf den Markt:

    Cobas Integra, ein Analysesystem für die klinische Chemie und Immunchemie. Cobas Core II, ein Analysesystem für die Immunchemie. Cobas Amplicor, ein auf PCR-Technologie basierendes Analysesystem. Hinzu kommen innovative Geräte zur Diabetesüberwachung: Die Produktreihen Accutrend und Accu-Chek zum einfachen Diabetesmanagement und zur praktisch schmerzfreien Blutzuckerselbstmessung von Diabetikern.

  • Tamiflu

    Produktentwicklung

    Tamiflu

    1999 kommt Tamiflu (oseltamivir) auf den Markt. Es ist ein verschreibungspflichtiger oraler Neuraminidasehemmer (kein Impfstoff), der gegen alle klinisch bedeutsamen Stämme von Grippeviren wirksam ist. Es hemmt die Wirkung des Enzyms Neuraminidase auf der Oberfläche des Virus. Wird die Neuraminidase gehemmt, kann sich das Virus nicht in weitere Zellen im Körper ausbreiten und diese infizieren.

  • Syntex wird Teil der Roche Corporation

    Unternehmensentwicklung

    Syntex wird Teil der Roche Corporation

    Durch den Erwerb der Syntex Corporation (1994), einer pharmazeutischen Unternehmensgruppe mit Unternehmenssitz in Palo Alto (USA), stärkt Roche seine Position auf dem internationalen und US-amerikanischen pharmazeutischen Markt. Die Übernahme ist eine Fortsetzung der Strategie zur Fokussierung auf seine Kerngeschäfte. 1995 erhält Syntex den Namen Roche Bioscience und wird einer der F&E-Hauptstandorte des Konzerns.

  • Akquisitionen

    Unternehmensentwicklung

    Akquisitionen

    Durch den Erwerb von Boehringer Mannheim (1998) wird Roche im Diagnostikbereich weltweit marktführend, und zwar sowohl hinsichtlich der Bandbreite des Produktsortiments als auch in Bezug auf seine geografische Präsenz. Mit dem Erwerb von Nicholas (1991), einem Hersteller rezeptfreier Arzneimittel, stärkt Roche sein Produktportfolio im Over-the-Counter (OTC)-Bereich, einem Marktsektor, der angesichts des wachsenden Trends zur Selbstmedikation zunehmend an Bedeutung gewinnt. Nicholas bildet später mit der gesamten OTC-Sparte die Division Roche Consumer Health.

  • Neue Forschungsstandorte

    Unternehmensentwicklung

    Neue Forschungsstandorte

    In der französischen Stadt Strasbourg wird das Roche International Clinical Research Centre eröffnet. Die Forschungseinrichtung ist für die Durchführung klinischer Studien zuständig sowie die weltweiten Zulassungsanträge in mehreren therapeutischen Bereichen. Penzberg (Germany), einer der wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsstandorte von Roche, erweitert seine Kapazitäten durch die Eröffnung eines neuen Forschungsgebäudes (1998). Nach vielen erfolgreichen Jahren wird das Basler Institut für Immunologie in ein Zentrum für medizinische Genomik umgewandelt. Der Arbeitsschwerpunkt der neuen Einrichtung liegt im Bereich der Genetik und dient dem Verständnis von Genfunktionen und der Rolle von Genen bei Krankheiten.

  • Der Transnet-Phelophepa Zug

    Soziales Engagement

    Der Transnet-Phelophepa Zug

    Der Transnet-Phelophepa Health Care Train bietet ein medizinisches, zahnmedizinisches und psychiatrisches Angebot und bringt medizinische Grundversorgung und Gesundheitsaufklärungen in die ärmeren Städte und Dörfer in abgelegenen Gebieten Südafrikas. Aus drei Waggons im Jahr 1994 ist bis heute ein 600 Tonnen schwerer, 16 Waggons umfassender Zug geworden. Der überaus grosse Erfolg des von Roche seit Anbeginn unterstützten Projekts führte später zur Inbetriebnahme eines zweiten Zuges, Phelophepa II.

2000

2000-2006

Umstrukturierung und Fokussierung auf Biotechnologie

Die stärkere Fokussierung der Roche-Gruppe auf ihre Kerngeschäfte – Pharma und Diagnostics – bereitet den Weg für ihre künftige Entwicklung. Dank ihrem kombinierten Know-how in Diagnostics und Pharma sowie ihrer Stärke in Biotechnologie wird Roche zu den weltweit führenden innovativen Healthcare-Unternehmen gezählt. Die Firma ist ideal positioniert, um sich im Bereich personalisierte Medizin weiterzuentwickeln.

  • Fokussierung auf zwei Kerngeschäfte

    Unternehmensentwicklung

    Fokussierung auf zwei Kerngeschäfte

    Im Zuge der Fokussierung auf den Gesundheitsbereich stößt Roche zwei starke Unternehmenszweige ab: Fragrances and Flavours sowie Vitamins and Fine Chemicals. Givaudan (Fragrances Division) wird 2001 ausgegliedert, während die Division Vitamins & Fine Chemicals an DSM verkauft wird (Abschluss 2003). Der Bereich Consumer Health wird 2004 von Bayer übernommen. Roche positioniert sich klar als forschungsorientiertes Unternehmen mit Schwerpunkt auf medizinischer Innovation. Die Divisionen Pharma und Diagnostics bedienen das gesamte medizinische Spektrum: von der Früherkennung und Prävention von Krankheiten bis hin zur Diagnose und Behandlung. Die beiden Bereiche sind eine hervorragende strategische Kombination, da sie gleichermassen zum Konzept der personaliserten Medizin - und damit der Medizin von morgen - beitragen.

  • Internationale Forschungsaktivitäten

    Forschungsinstitutionen

    Internationale Forschungsaktivitäten

    Als erstes globales Gesundheitsunternehmen eröffnet Roche 2004 ein Forschungs- & Entwicklungs-Zentrum im Zhangjiang Hi-Tech Park in der chinesischen Stadt Shanghai. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft unterstützt die weltweiten F&E-Aktivitäten sowie strategische Geschäftsentwicklung von Roche auf dem chinesischen Markt. Der Standort Shanghai ist eine wichtige Ergänzung der F&E-Einrichtungen des Konzerns in den USA, Japan und Europa.

  • Engagement auf dem japanischen Markt

    Allianz

    Engagement auf dem japanischen Markt

    Eine strategische Allianz zwischen Roche und Chugai führt 2002 zu einem der führenden forschungsorientierten Pharmaunternehmen auf dem japanischen Markt. Das neue Unternehmen, das aus dem Zusammenschluss von Nippon Roche und Chugai entsteht und den Namen Chugai Pharmaceutical Co., Ltd. trägt, wird zum fünftgrößten Unternehmen auf dem weltweit zweitgrößten Pharmamarkt. Das in Tokio ansässige Unternehmen Chugai Pharmaceutical hat sich auf verschreibungspflichtige Arzneimittel spezialisiert. Es ist eines von Japans führenden forschungsbasierten pharmazeutischen Unternehmen und tut sich insbesondere bei den biotechnologischen Präparaten hervor.

  • Hilfe für bedürftige Kinder

    Soziales Engagement

    Hilfe für bedürftige Kinder

    2003 wurde auf Anregung von Roche-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die sich angesichts der wachsenden Zahl von Aids-Waisen in Afrika betroffen zeigten, ein Sponsorenlauf ins Leben gerufen. Inzwischen beteiligen sich über 100 Roche-Standorte, und die Teilnehmerzahl beläuft sich auf zirka 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An dem dafür vorgesehenen Tag gehen oder laufen Roche-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter eine Strecke von rund fünf Kilometern Länge und bitten Kolleginnen, Kollegen oder Angehörige um eine Spende. Die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebrachte Geldsumme wird von Roche verdoppelt. Die Spenden werden verwendet, um Waisenkindern – hauptsächlich aus Malawi – zu helfen, die ihre Eltern durch HIV-Infektion oder Aids verloren haben.

  • Krebsbekämpfung

    Produktentwicklung

    Krebsbekämpfung

    Avastin (2004) ist das erste Arzneimittel einer innovativen Medikamentenklasse zur Behandlung von metastasierendem Darmkrebs. Bei dem Medikament handelt es sich um einen so genannten anti-angiogenen Wirkstoff, dessen Wirkweise darauf beruht, dass es die Bildung neuer Blutgefäße – auch Angiogenese genannt – verhindert. Ebenfalls 2004 wird Tarceva eingeführt, der einzige oral verabreichte EGFR-Hemmer zur Zweitlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs. Das Medikament ist ein sogenannter Tyrosinkinase-Inhibitor, der das Wachstum von Tumorzellen hemmt, indem er gezielt das für das Zellwachstum wichtige Protein HER1/EGFR angreift.

  • Globale Anerkennung für Corporate Governance und Nachhaltigkeit

    Unternehmensentwicklung

    Globale Anerkennung für Corporate Governance und Nachhaltigkeit

    2004 wird Roche in zwei weltweit führende Nachhaltigkeits-Indizes aufgenommen – den Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World) und den Dow Jones STOXX Sustainability Index (DJSI STOXX). Roche wird im Healthcare-Sektor gemäß beider Indizes als führendes Unternehmen anerkannt. Roche war zuvor auf dem britischen FTSE4Good Index aufgeführt, der die Unternehmensleistung an anerkannten Normen gesellschaftlicher Verantwortung misst. Die Nennung von Roche in diesen massgebenden Indizes unterstreicht das Engagement der Firma für verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken und langfristige Wertschöpfung.

  • Neuartige Lösungen entwickeln

    Unternehmensentwicklung

    Neuartige Lösungen entwickeln

    Roche erwirbt 2005 die in der Schweiz ansässige Firma GlycArt Biotechnology. Mit der einzigartigen Technologie von GlycArt zur Verstärkung der Wirksamkeit von Antikörpern erweitert Roche ihr Know-how auf dem Gebiet der Erforschung therapeutischer Antikörper. Therapeutische Antikörper docken spezifisch an bestimmte Moleküle an und verhindern dadurch, dass diese eine Krankheit verursachen. Sie lenken ausserdem das körpereigene Abwehrsystem des Patienten gezielt auf krankheitsauslösende Antigenstrukturen und bewirken dadurch deren Zerstörung.

  • Globale Zusammenarbeit

    Soziales Engagement

    Globale Zusammenarbeit

    Roche wird Gründungsmitglied der ICRC Corporate Support Group (2005): Gemeinsam mit mehreren anderen Unternehmen geht Roche eine strategische, langfristige Partnerschaft mit dem International Committee of the Red Cross (ICRC) ein. Zweck der Partnerschaft ist die Unterstützung der humanitären Mission des ICRC.

  • Weltweit führend in der Biotechnologie

    Unternehmensentwicklung

    Weltweit führend in der Biotechnologie

    Um der wachsenden Nachfrage nach neuartigen Medikamenten auch in Zukunft gerecht zu werden, baut Roche die biotechnologischen Produktionskapazitäten weiter aus: Auf dem Areal Basel und im deutschen Penzberg entstehen neue Biotech-Anlagen. Hier werden die Wirkstoffe für die Krebsmedikamente Avastin und Herceptin – so genannte monoklonale Antikörper – hergestellt.

2007

2007 – heute

Auf dem Weg zur personalisierten Medizin

Die zunehmende Konzentration auf Innovation und medizinische Biotechnologie hat zu bedeutenden Fortschritten bei den diagnostischen Verfahren und zu innovativen Medikamenten geführt, die gegen molekulare Angriffspunkte gerichtet sind. Dadurch lassen sich heute zahlreiche Krankheiten früher nachweisen und gezielter behandeln als je zuvor. Die vollständige Übernahme des biotechnologischen Pionierunternehmens Genentech 2009 folgt auf den Erwerb anderer wichtiger Akteure auf den Gebieten der Biowissenschaften, Gensequenzierung und Gewebediagnostik. Diese Akquisitionen verbessern den Zugang von Roche zu Innovation und neuen Technologien auf dem Weg zu gezielter wirkenden Arzneimitteln und lassen dadurch die personalisierte Medizin Stück für Stück Wirklichkeit werden.

  • Zugang zu neuen Technologien in der Diagnostik

    Unternehmensentwicklung

    Zugang zu neuen Technologien in der Diagnostik – Teil 1

    Durch eine Reihe von Akquisitionen kann Roche sein Wissen im Diagnostikbereich ausbauen. Durch den Erwerb von BioVeris im Jahr 2007 kann Roche Diagnostics mit ihrem Immunchemiegeschäft von der bisherigen Diagnostik menschlicher Erkrankungen in neue Segmente wie biowissenschaftliche Entwicklung, Arzneimittelforschung und -entwicklung und klinische Studien vorstoßen. Die Übernahme von NimbleGen im gleichen Jahr verschafft Roche Zugang zu den in der pharmazeutischen Forschung häufig verwendeten DNA-Mikrochips.

  • Zugang zu neuen Technologien in der Diagnostik

    Unternehmensentwicklung

    Zugang zu neuen Technologien in der Diagnostik – Teil 2

    Die Integration von 454 Life Sciences im Jahr 2007 öffnet den Zugang zu künftigen Generationen von Produkten für die Gensequenzierung sowie der Verwendung von 454 Sequencing für diagnostische In-vitro-Anwendungen. Der Erwerb von Ventana Medical Systems, einem führenden Unternehmen der Gewebediagnostik, im Jahr 2008 erlaubt es Roche, ihre Palette an diagnostischen Produkten weiter zu verbreitern und ihre weltweite Führungsposition bei den In-vitro-Diagnosesystemen und Krebsmedikamenten zu festigen.

  • Medizinischen Herausforderungen mit Hilfe der personalisierten Medizin begegnen

    Unternehmensentwicklung

    Medizinischen Herausforderungen mit Hilfe der personalisierten Medizin begegnen

    Aufbauend auf dem kombinierten Know-how der Divisionen Pharma und Diagnostics sowie ihren fundierten Kenntnissen im Bereich der Molekularbiologie hat Roche die personalisierte Medizin (Personalised Healthcare, PHC) in den Mittelpunkt ihrer Geschäftstrategie gerückt. PHC gilt als wichtiger Wegbereiter für klinisch differenzierte Medikamente. Das gemeinsame Bestehen von Pharma und Diagnostics unter einem Dach gestattet es den beiden Divisionen, schon in ganz frühen Forschungsstadien zu kooperieren, um bessere Angriffspunkte für Medikamente zu ermitteln und Patientengruppen zu bestimmen, die aus unseren Medikamenten den grössten Nutzen ziehen. Dieses Zusammenwirken von Know-how versetzt Roche in eine hervorragende Position, um die PHC voranzutreiben.

  • Integration von Genentech

    Unternehmensentwicklung

    Integration von Genentech

    Im März 2009 erfolgte die vollständige Übernahme von Genentech durch Roche. Die als Begründerin der Biotechnologiebranche geltende Genentech unterhielt seit Beginn ihres Bestehens enge Kontakte zu Roche. Durch die Zusammenlegung der Portfolios von Roche und Genentech entstand das weltweit größte Biotechnologieunternehmen. Gestützt auf humangenetische Information erforschen, entwickeln, produzieren und vertreiben wir Medikamente zur Behandlung von Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Krankheiten. Durch den Austausch von geistigem Eigentum und Technologien verbreiterten wir die Innovationsbasis, behielten aber unsere vielfältigen Forschungsansätze bei.

  • Verstärkung im Bereich der Gewebediagnostik

    Unternehmensentwicklung

    Verstärkung im Bereich der Gewebediagnostik

    Im Jahr 2008 erwirbt Roche das in Tucson (Arizona) beheimatete Unternehmen Ventana Inc. Als Spezialistin im Bereich der gewebebasierten Diagnostik stellt Ventana diagnostische Instrumenten- und Reagenziensysteme her, die in der klinischen Histologie und in der Erforschung neuer Wirkstoffe Verwendung finden. Das Diagnostikportfolio von Roche erfährt dadurch eine bedeutende Ergänzung.

  • Neue Wege zur Behandlung von Arthritis

    Produktentwicklung

    Neue Wege zur Behandlung von Arthritis

    Actemra/RoActemra ist der erste humanisierte Antikörper seiner Klasse gegen den IL-6-Rezeptor, dessen Wirkmechanismus eine neuartige Behandlung für erwachsene Patienten mit rheumatoider Arthritis gestattet. Actemra wurde erstmals im Juni 2005 von Chugai in Japan eingeführt. In den Jahren 2009 und 2010 erhielt es die Zulassung in der Europäischen Union (RoActemra), den Vereinigten Staaten und weiteren Ländern.

  • Auszeichnungen und Anerkennung für herausragende Nachhaltigkeit

    Soziales Engagement

    Auszeichnungen und Anerkennung für herausragende Nachhaltigkeit

    2007 wird Roche mit dem ersten Umweltpreis der Financial Times / Citi Private Bank als diejenige Firma ausgezeichnet, welche unter den Grossunternehmen sowohl europa- als auch weltweit die stärkste Verbesserung der CO2-Effizienz verzeichnete. 2010 erhält Roche die Anerkennung als weltweit nachhaltigstes Healthcare-Unternehmen, indem die Firma im Dow Jones Sustainability Index erstmals zum neuen Super Sector Leader der Gesundheitsbranche ernannt wird. Diese Auszeichnung wird Roche auch in den folgenden Jahren kontinuierlich erhalten.

  • Neues Hochleistungs-Diagnostiksystem

    Produktentwicklung

    Neues Hochleistungs-Diagnostiksystem

    Im Jahr 2009 wird das neue Diagnostiksystem cobas 8000 eingeführt. Die modular kombinierbaren Einzelkomponenten können in verschiedenen Konstellationen zu leistungsfähigen Teststrassen zusammengeführt werden. Das System wurde für den Einsatz in Grosslaboratorien konzipiert und kann bis zu 8400 Tests pro Stunde bewältigen.

  • Meilensteine in der Behandlung von Melanomen

    Produktentwicklung

    Meilensteine in der Behandlung von Melanomen

    Die 2011 erfolgte Markteinführung von Zelboraf, dem ersten spezifischen Medikament gegen Hautkrebs mit der BRAF V600-Mutation, stellt einen Durchbruch in der Behandlung dieser schweren Krebserkrankung dar. Das Produkt wurde zusammen mit dem passenden Test entwickelt, der einen raschen Nachweis der BRAF V600-Mutation zulässt. Im selben Jahr konnte Roche den ersten HPV-Test auf den Markt bringen, der den Nachweis des Gebärmutterhalskrebses ermöglicht. Dieses Produkt wurde 2013 mit dem Prix Galien als bester diagnostischer Test ausgezeichnet.

  • Spatenstich zur Errichtung des Hochhauses Bau 1

    Unternehmensentwicklung

    Spatenstich zur Errichtung des Hochhauses Bau 1

    Am 9. Mai 2013 wurde die Grundsteinlegung für das neue Bürohochhaus Bau 1 gefeiert. Das Gebäude steht auf dem Grundstück des einstigen Forschungsgebäudes Bau 15 und wurde von den Architekten Herzog & de Meuron in enger Anlehnung an die architektonische Tradition von Roche gestaltet. Ab 2015 sollen 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Gebäude Platz finden, das mit 178 Metern Höhe und 41 Stockwerken das höchste Hochhaus in der Schweiz darstellen wird. Notwendig wurde das Bauwerk, um auf dem beengten Basler Areal mit dem stetig wachsenden Bedarf an Büroarbeitsplätzen Schritt zu halten.

  • Purpose Statement

    Unternehmensentwicklung

    Purpose Statement

    Dieser neu eingeführte Leitsatz - unser Purpose Statement - steht für unser berufliches Engagement als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Doing now what patients need next.

  • Neue Wirkstoffe im Kampf gegen Krebs

    Produktentwicklung

    Neue Wirkstoffe im Kampf gegen Krebs

    2012 und 2013 brachte Roche eine ganze Reihe innovativer Wirkstoffe zur Behandlung spezifischer Krebsarten auf den Markt. Erivedge ist ein neuartiger Signalwegshemmer, der zunächst für die Behandlung von Basalzellkarzinomen zugelassen wurde. Für die Behandlung chronischer lymphatischer Leukämie konnte Gazyva der Medizin zur Verfügung gestellt werden. Zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs wurden zwei neue Arzneimittel eingeführt, einerseits Perjeta und andererseits das erste von Roche entwickelte Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, Kadcyla.

  • Neue Tests zum Nachweis von Krebs

    Produktentwicklung

    Neue Tests zum Nachweis von Krebs

    Mehrere neuartige Tests zum Nachweis von Krebsarten versprechen, die Behandlung von Tumoren künftig effektiver zu machen. Mit dem CINtec PLUS Cytologie-Test für ein vollautomatisiertes zellbasiertes Screening von Gebärmutterhalskrebs konnte Roche das Portfolio an Tests zum frühzeitigen Nachweis dieser Krebsart abrunden. Damit ist es möglich, auch Fälle zu entdecken, die beim Screening nur mit dem Pap-Abstrich eventuell nicht erfasst werden.

Wir sind stolz auf unsere Errungenschaften der Vergangenheit und Gegenwart, was uns allerdings wirklich begeistert, ist die Zukunft.
Severin Schwan, CEO