Der Roche-Verhaltenskodex drückt die Erwartungen von Roche als Arbeitgeber aus und setzt die Massstäbe für das Verhalten im Geschäftsverkehr.

Förderung einer Compliance Kultur 

Alle Mitarbeitenden und alle, die im Namen von Roche tätig werden, sind zur Einhaltung des Verhaltenskodex der Roche-Gruppe verpflichtet, unabhängig davon, wo und in welchem Tätigkeitsbereich sie arbeiten. Darüber hinaus sind die festgelegten Standards gemäss dem «One Roche Approach» für ein konzernweites Vorgehen sowohl für Group Functions als auch für die Divisionen Pharma und Diagnostics gleichermassen verbindlich.

Der Verhaltenskodex der Roche-Gruppe basiert auf den Roche-Konzerngrundsätzen und auf den Roche-Werten. Der Verhaltenskodex umfasst Leitlinien in den Bereichen Produkte und Dienstleistungen, persönliche Integrität, Integrität von Roche, Personalpolitik, Vermögenswerte von Roche, unternehmerische Verantwortung und umfassendes Compliance Management. Er enthält auch Fragen und Antworten, Beispiele sowie nützliche Links zu weiterführenden Informationen zu den verschiedenen Themen.

Vorfälle melden

Alle, die mögliche Verletzungen des Roche-Verhaltenskodex feststellen, können und sollen diese ihren Vorgesetzten, dem lokalen Compliance Officer oder dem Chief Compliance Officer (Urs Jaisli, Direktwahl +41 (0)61 688 40 18) zur Kenntnis bringen.

Roche-Mitarbeitende können auch die folgenden Meldesysteme nutzen:

  • Die Roche Group Code of Conduct Help & Advice Line bei Compliance Fragen oder Unklarheiten.
  • Die Roche Group SpeakUp Line um Verstösse zu melden, wenn im gutem Glauben
    davon ausgegangen wird, dass jemand etwas getan hat, gerade tut oder zu tun beabsichtigt, dass gegen den Roche-Verhaltenskodex verstösst. Die Speakup Line wurde im 2009 lanciert und ermöglicht den Mitarbeitenden Compliance Vorfälle und Bedenken per Internet Website oder per Telefon zu melden. Es besteht auch die Möglichkeit anonym zu bleiben. Die Speakup Line steht über 70‘000 Mitarbeitenden in 102 Ländern und 53 zur Verfügung.
    Alle Meldungen werden vertraulich behandelt und den Mitarbeitenden entstehen keine Nachteile wenn er die SpeakUp Line benutzt. Es besteht für sie allerdings keine Immunität bei Verletzungen von gesetzlichen Bestimmungen.
Angemessene Bearbeitung von nichtregelkonformen Vorfällen
Angemessene Bearbeitung von nichtregelkonformen Vorfällen

Jede SpeakUp-Meldung wird ernst genommen. Jeder Verdacht auf Verstoss wird gewissenhaft untersucht, um zu beurteilen, ob das gemeldete Verhalten oder die gemeldete Aktivität unsere Standards oder geltende Gesetze und Vorschriften verletzt. Gegebenenfalls führt der mutmassliche Verstoss zu Korrekturmassnahmen oder Sanktionen oder zu beidem.

Die Anzahl und weitere Angaben zu den innerhalb des Berichtsjahres erfassten nichtregelkonformen Vorfällen werden im Jahresbericht der Roche Holding AG veröffentlicht.

Mithilfe des Business Ethics Incident Reporting (BEIR) Systems können das Topmanagement, der Chief Compliance Officer und der Chief Group Audit and Risk Advisory Executive behauptete Verstösse von der ersten Meldung bis hin zur Klärung zur Kenntnis nehmen sowie deren angemessene Bearbeitung verfolgen und überwachen.

2016 wurden insgesamt 638 vermutete Verstösse gegen den Verhaltenskodex gemeldet. Der grosste Anteil betraf die personliche Integritat der Mitarbeitenden, zum Beispiel Spesenbetrug, Interessenkonflikte, Missbrauch von Geschaftsvermogen, Belastigung und Diskriminierung. Von den 638 Meldungen erwiesen sich 203 als unbegründet und 279 als begründet. 156 sind noch Gegenstand von Untersuchungen. Die Anzahl unbegründeter Meldungen resultiert aufgrund der internen Weisung, dass Abschuldigungen unverzüglich im BEIR System zu registrieren sind, sobald das Management davon Kenntnis erhält. 

Business Ethics Incident Reporting 2016
Business Ethics Incident Reporting 2016

2016 wurden wegen unethischen Verhaltens 123 Arbeitsverhältnisse beendet und 10 Vereinbarungen mit Geschäftspartnern gekündigt Weitere Sanktionen gegenüber Mitarbeitenden umfassten schriftliche Abmahnungen, Bonus Reduktionen und die Herabstufung der Position. Zudem wurden Korrekturmassnahmen ergriffen, wie beispielsweise coaching oder trainings.