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Intern Karolina sitting in an armchair smiling at the interviewer

Für Mediziner bietet die Pharmaindustrie vielfältige Karrieremöglichkeiten. Medizinstudentin Karolina hat bei Roche ein dreimonatiges Praktikum absolviert. In einem Interview erzählt sie, wie es ihr gegangen ist und was sie aus der Zeit mitnimmt. 

Wie bist du auf die Idee gekommen, bei Roche ein Praktikum zu absolvieren? 

Ich stehe jetzt vor den finalen Prüfungen meines Studiums und habe mich auch während des praktischen Jahres intensiv damit auseinander gesetzt, welchen Weg ich nach dem Abschluss einschlagen möchte. Ich wollte mir für diese große Entscheidung möglichst viele verschiedene Optionen anschauen und meinen Horizont erweitern. Daher habe ich mich auf die Suche nach einem Praktikum gemacht, das mir neue Einblicke ermöglicht, bei dem aber immer noch die Medizin im Mittelpunkt steht. Die Pharmaindustrie schien genau diese Aspekte zu verbinden. Roche spielt eine führende Rolle in der Onkologie und der Personalisierten Medizin und legt großen Wert auf Forschung. Diese Ausrichtung hat mich angesprochen. Ich habe mich daher initiativ bei Roche Austria beworben und nach zwei Bewerbungsgesprächen tatsächlich eine Praktikumsstelle bekommen.

Aber wenn man Medizin studiert will man doch Arzt werden, oder nicht?

Medizin ist ja keine Einbahnstraße. Obwohl ich mir kein spannenderes Studium vorstellen könnte, fühle ich mich nicht an das Krankenhaus gebunden. Immer wieder höre ich, dass man Medizin studiert, um Arzt zu werden und Menschen zu helfen. Dabei spricht es mich gerade an, dass man in der Pharmaindustrie die Gesundheit eines breiteren Publikums positiv beeinflussen kann. Das begeistert mich. Bei Roche habe ich ein tolles Arbeitsklima und ein abwechslungsreiches Tätigkeitsspektrum kennengelernt.

Kannst Du uns Deine Eindrücke und Tätigkeiten etwas genauer beschreiben?

Durch das Praktikum habe ich Einblicke in modernste Arzneimittel und innovative Therapieansätze gewonnen. Ich hatte die Möglichkeit, jene Bereiche der Medizin, die mich im Studium aus der klinischen Sicht am meisten interessiert haben, aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen. Dabei habe ich mir täglich, nicht zuletzt durch den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen, viel neues Wissen angeeignet. Ich durfte auch bei dem 1. Roche Science Talk dabei sein, einer Veranstaltung, bei der herausragende Forschungsprojekte aus verschiedenen medizinischen Bereichen präsentiert und diskutiert wurden.

Im Rahmen meines Praktikums habe ich außerdem selbständig an der Entwicklung einer App zum Management klinischer Studien gearbeitet. Ich konnte kreativ und eigenständig planen und handeln – eine Herausforderung, an der ich gewachsen bin. Während dieses Projekts habe ich unterschiedliche Abteilungen, deren Struktur, Funktion und Aufgaben kennengelernt.

Du hast während des Studiums auch viel klinische Erfahrung gesammelt. Worin siehst du die größten Unterschiede zu deinem Praktikum bei Roche?

Beim Praktikum hat mich sehr positiv überrascht: Die kreative Arbeitsweise, das angenehme und stimulierende Arbeitsklima und das alles in einem hochmotivierten, professionellen Team mit flachen Hierarchien. Als Mediziner, im Krankenhausalltag, vermisst man das leider manchmal. Die internationale Ausrichtung von Roche und die Zusammenarbeit mit Kollegen aus verschiedensten Bereichen, mit unterschiedlichen Hintergründen, haben meinen Arbeitsalltag sehr bereichert. Man arbeitet im Team, sowohl an lokalen, als auch an globalen Projekten und ist dabei mit Kollegen aus verschiedensten Ländern im Austausch. 

Kannst du dir vorstellen, den Kittel an den Nagel zu hängen und in Zukunft bei einem Pharma-Unternehmen zu arbeiten?

Ich habe schon mein Studium im Ausland absolviert und viele Auslandspraktika gemacht. Ich fühle mich in einem international agierenden Unternehmen sehr wohl. Aktuell schwebt mir vor, erst noch klinische Erfahrung zu sammeln. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, in die Pharmaindustrie bzw. zu Roche zurückzukehren. Gerade im Bereich Medical Affairs gibt es für mich als Medizinerin vielseitige Karrieremöglichkeiten. Das Praktikum hat mir auf alle Fälle geholfen mit Vorurteilen gegenüber der Pharmaindustrie aufzuräumen. Ich kann nur jedem Mediziner empfehlen die Pharmaindustrie als Alternative zum klassischen Arztjob in Erwägung zu ziehen.

Eine weitere Medizinerin, die diesen Weg bei Roche Diagnostics bereits geht, können Sie hier treffen. 

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