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Beispiele

HER2 positiver Brustkrebs

Bei etwa 25 % aller Brustkrebserkrankungen ist die Menge eines Rezeptor-Proteins (HER2) auf der Oberfläche der Tumorzellen stark erhöht. Dadurch kann die Zelle vermehrt Wachstumssignale empfangen und teilt sich immer wieder. Der monoklonale Antikörper blockiert diesen HER2-Rezeptor (die Antigenstruktur) und verhindert, dass die Zellen Wachstumssignale erhalten, wodurch das Tumorwachstum gebremst wird.Darüber hinaus werden durch die Bindung an diesen Rezeptor bestimmte Immunzellen dazu angeregt, die Tumorzellen abzutöten.

Diagnostische Tests sind verfügbar, um diejenigen Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs auszuwählen, die für die Behandlung in Frage kommen.

Titel

HER2-normale Zelle
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HER2-Rezeptoren befinden sich in geringer Dichte auf gesunden Brustzellen. Diese Zellen teilen sich nur bei Bedarf.

 
HER2-überexprimierende Tumorzelle
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Ist die Konzentration des Rezeptors erhöht (dies ist bei ca. 20–30 % der Brustkrebspatientinnen der Fall), so kann die Zelle vermehrt Wachstumssignale empfangen und teilt sich immer wieder. Eine unkontrolliert wachsende Krebsgeschwulst entsteht.

 
HER2-überexprimierende Tumorzelle plus Antikörper
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Der monoklonale Antikörper blockiert den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2 und verhindert, dass die Zellen Wachstumssignale erhalten. Damit wird das Tumorwachstum gebremst.

 

Lymphknotenkrebs – Non Hodgkin Lymphom (NHL) und Rheumatoide Arthritis (RA)

Das Zielprotein eines anderen monoklonalen Antikörpers zur Behandlung des NHL ist ein bestimmtes Antigen (CD20) auf der Oberfläche der B-Lymphozyten (weißen Blutzellen), die in den Lymphomen unkontrolliert wachsen. Durch die Bindung des Antikörpers werden die Tumorzellen für die Zerstörung durch das eigene Immunsystem markiert. Zudem erhöht der Antikörper die Empfindlichkeit der Zellen für bestimmte Chemotherapien. Dadurch werden die Heilungschancen von jenen Patienten verbessert, die bislang nach einer erfolglosen Chemotherapie kaum noch Therapieperspektiven hatten.

Das B-Zell-gerichtete Therapiekonzept bietet auch neue Chancen bei der rheumatoiden Arthritis (RA), einer progressiven, systemischen Autoimmunkrankheit, die durch eine Entzündung der Gelenkinnenhaut gekennzeichnet ist. Durch diese Entzündung entstehen Schmerzen, Schwellungen und Steifigkeit, wodurch es letztlich zu irreversibler Gelenkdestruktion und Invalidität kommen kann.

Der Antikörper bietet für Arzt und Patient aufgrund seines innovativen Wirkmechanismus entscheidende Vorteile hinsichtlich Symptomverbesserung, Wirkdauer und Sicherheit.