Medienmitteilung
Basel, 30. November 2004 1 2 3 4
Roche-Mitarbeitende
an fast 60 Standorten auf der ganzen Welt machen am Roche Aids Walk mit, um Waisenkindern in Afrika
zu helfen
Am morgigen Welt-Aids-Tag findet bei Roche der Global
Employee
Aids Walk statt, dessen Erlös an die Waisenkinder in Malawi fliesst, die ihre Eltern durch Aids verloren
haben. Im afrikanischen Malawi leben rund eine halbe Million Waisenkinder. Malawi ist ein friedliches,
stabiles Land, das aber weltweit zu den ärmsten gehört.
Die Mitarbeitenden
von Roche haben sich dafür interessiert, welchen Beitrag sie zur Linderung des Leids HIV-infizierter
oder aidskranker Menschen in Afrika leisten können. Gegen 8000 Mitarbeitende an rund 60 Roche Standorten
in Australien, Asien, Europa und in Nord- und Südamerika haben sich bis heute zur Teilnahme am Lauf
eingeschrieben. Zusammen werden sie einmal um die Welt laufen oder spazieren. Am Lauf werden Spenden
gesammelt, mit denen Waisenzentren in ganz Malawi errichtet und unterstützt werden, die den Kindern
vor Ort Unterkunft, Nahrung, sauberes Wasser und eine Ausbildung bieten. Das Projekt steht unter der
Leitung der Hilfsorganisation European Coalition of Positive People (ECPP).
Alle
teilnehmenden Mitarbeitenden verpflichten sich, Sponsoren zu suchen, die ihren Lauf mit Geld unterstützen.
Der von den Mitarbeitenden am Lauf gesammelte Betrag wird von Roche verdoppelt, sodass eine stattliche
Spendensumme zusammenkommen wird.
Der erste Roche Employee Aids Walk
fand im Jahr 2003 an drei Standorten in der Schweiz und den USA statt. Der Anlass war mit seinen rund
1300 Teilnehmenden, die über 330 000 Franken sammelten, ein Riesenerfolg. Mit diesen Geldern werden
die dringendsten Bedürfnisse wie Nahrung, Kochutensilien und Kleidung für die Kinder gedeckt, Wasserlöcher
für sauberes Trinkwasser gebohrt und ein Fonds für die Schulgebühren errichtet. Zudem wird in lokale
Einrichtungen investiert, z.B. in den Aufbau und die Renovation von Unterkünften sowie in die schulische
Ausrüstung wie Bücher oder auch Musikinstrumente. Alle Bemühungen zielen darauf ab, eine sichtbare,
langfristige und nachhaltige Wirkung im Leben der Waisenkinder zu erreichen.
Franz
B. Humer, CEO und Verwaltungsratspräsident von Roche, dazu: „Die grosse Teilnehmerzahl unserer Mitarbeitenden
hat mich überwältigt. Die Mitarbeitenden bekräftigen mit ihrer Teilnahme unser Engagement im Kampf gegen
die HIV-Infektion und Aids. Mit dem gesammelten Geld tragen wir direkt dazu bei, dass das Leben tausender
betroffener Kinder besser wird. Jeder einzelne Roche-Mitarbeitende, der am Lauf teilnimmt, kann mit
seinem Beitrag etwas bewirken”.
Colin Webb, Exekutivdirektor der ECPP,
dazu: „Das Leben der Waisenkinder, die von uns in Malawi betreut werden, wird durch den Einsatz der
vielen Roche-Mitarbeitenden massiv verbessert werden. Ich war hoch erfreut über die Begeisterung, mit
der die Mitarbeitenden letztes Jahr teilnahmen und Geld sammelten, und bin natürlich äusserst dankbar
dafür, dass sich Roche zum diesmal weltweit stattfindenden Aids Walk 2004 entschlossen hat. Auch der
grosse Dank der Kinder ist Roche ganz sicher”.
Nach Schätzungen der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit 38 Millionen Menschen einer HIV-Infektion oder an
Aids.
Moreen
Williams, eine Roche-Mitarbeiterin aus den USA, welche die Auswirkungen der HIV-Infektion und von Aids
in Malawi mit eigenen Augen gesehen hat, dazu: „Der Hunger und die Armut sind überall offensichtlich.
Es geht mir auch noch jetzt sehr nahe, wenn ich über meinen Besuch in diesem Land und den Waisenzentren
spreche. Ich bin davon überzeugt, dass jeder von einer solchen Erfahrung ergriffen wäre und alles daran
setzen würde, zu helfen. Auf dieser Reise ist mir eins klar geworden, nämlich, dass alles und alle dazu
beitragen können, das Leben der Waisenkinder zu verbessern. Ich bin dankbar, dass ich die Chance habe,
einer solch guten Sache zu dienen.“
An vielen Standorten wird ein Teil
des am Global Roche Employee Aids Walk gesammelte Geldes nebst den Waisen in Malawi auch anderen lokalen
Hilfsorganisationen zufliessen, die sich für Aids-Kinder einsetzen. Auf diese Weise können Kinder auf
der ganzen Welt davon profitieren.
Über ECPP
Die
„European
Coalition of Positive People“ (ECPP) ist eine Selbsthilfeorganisation, gegründet, geführt und zugunsten
von Menschen, die mit einer HIV-Infektion und Aids (HIV-1 und HIV-2), Hepatitis und Tuberkulose leben.
Die ECPP versteht sich als demokratisches und verantwortliches Sprachrohr für Patienten auf gesamteuropäischer
Ebene. Die ECPP tritt für die Rechte positiver Personen (Patienten) ein, wie es in der Pariser Deklaration
und implizit in der UN-Menschenrechtscharta verankert ist.
Die
Politik
von Roche in den am wenigsten entwickelten Ländern
In den Staaten, die von der
UNO als
die am wenigsten entwickelten Länder eingestuft worden sind, meldet Roche keine Patente für irgendeines
ihrer Medikamente an. In den am wenigsten entwickelten Ländern und in den afrikanischen Staaten südlich
der Sahara meldet Roche keine Patente für neue Anti-HIV-Medikamente an. Roche wird in diesen Ländern
nichts gegen den Verkauf oder die Herstellung generischer Entsprechungen ihrer Anti-HIV-Medikamente,
für die sie das Patent besitzt, unternehmen. Generische Entsprechungen ihrer Anti-HIV-Medikamente können
demnach in den am wenigsten entwickelten Ländern und in den Staaten südlich der Sahara ohne Einholen
einer freiwilligen oder obligatorischen Lizenz produziert werden.
Roche
bietet ihre zwei HIV-Proteasehemmer Invirase (Saquinavir) und Viracept (Nelfinavir) in den am wenigsten
entwickelten Ländern und in afrikanischen Staaten südlich der Sahara zu Preisen ohne Gewinn für Direktlieferungen
ab Roche Basel an.
Die Patent- und Preispolitik kommt schätzungsweise
zwei Dritteln aller HIV-infizierten und aidskranken Patienten weltweit zugute.
Im Rahmen des AmpliCare-Programms beliefert Roche afrikanische Länder südlich der Sahara,
Südafrika sowie Länder, die nach UN-Definition zu den "am wenigsten entwickelten" gehören,
mit Tests zur Bestimmung der HIV-Virusbelastung zu den niedrigstmöglichen Preisen. AmpliCare umfasst
das gesamte therapeutische Spektrum – vom Test über die Überwachung bis zur Schulung – und zielt auf
eine Optimierung der Massnahmen auf regionaler Basis ab. Dazu gehören auch eine flexible Preispolitik
sowie die Unterstützung wichtiger staatlicher und privater Programme. Abgerundet wird das Programm durch
ein Schulungsangebot, das Ärzte und Pflegepersonal vor Ort über die neuesten Entwicklungen in der Betreuung
HIV-infizierter und aidskranker Patienten unterrichtet.
Nachhaltigkeit
und gesellschaftliche Verantwortung – eine Tradition bei Roche
Nachhaltigkeit ist
in
der Kultur und den Aktivitäten von Roche seit jeher ein Grundsatz. Das gleiche gilt auch für die gesellschaftliche
Verantwortung. Roche setzt sich für eine Corporate Governance ein, die den neuesten Standards gerecht
wird, und die Firma misst ihre Grundsätze und Errungenschaften laufend an den Benchmarks ihrer Branche
und der besten Praxis. Seit über einem Jahrhundert engagiert sich das Unternehmen für die Verbesserung
der Gesundheitsversorgung auf der ganzen Welt und unterstützt Hilfsprojekte, die hauptsächlich den ärmsten
Menschen dieser Welt zugute kommen.
So unterstützt Roche unter anderem auch den Phelophepa-Zug:
Der Phelophepa-Zug ist eine „Klinik auf Rädern“, die seit 1994 Menschen in entlegenen Gebieten Südafrikas
medizinische Hilfe anbietet. Roche hat den Zug, der von der nationalen Eisenbahngesellschaft Transnet
betrieben wird, in den letzten 10 Jahren unterstützt. Der Phelophepa-Zug ist 36 Wochen pro Jahr unterwegs,
um Regionen mit unzureichender medizinischer Versorgung zu besuchen. Bis heute haben über eine Million
Menschen in entlegenen Gebieten des Landes vom Angebot des Zuges profitieren können. Diese Hilfe zur
Selbsthilfe hat dazu geführt, dass die Gesundheit der Menschen, die in den vom Zug besuchten Regionen
leben, massgeblich und langfristig verbessert werden konnte. Das Phelophepa-Projekt fördert daher die
nachhaltige Entwicklung im ländlichen Südafrika.
Über Roche
Roche
mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen
mit den Schwerpunkten Pharma und Diagnostics. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der
Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis
zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist im Bereich Diagnostika
weltweit führend, die grösste Anbieterin von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der
Virologie eine Spitzenposition ein. 2003 erzielte die Division Pharma mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten einen Umsatz von 19,8 Milliarden Franken und die Division Diagnostics einen Umsatz von
7,4 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 65 000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs-
und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch
Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai.
Alle
erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.
Literatur:
1
http://www.unaids.org/bangkok2004/GAR2004_pdf/GAR2004_Execsumm_en.pdf
2
http://www.unaids.org/bangkok2004/GAR2004_pdf/GAR2004_Execsumm_en.pdf
3 UNAIDS/WHO/Epidemiological
fact sheets – 2004 update – Malawi http://www.who.int/GlobalAtlas/PDFFactory/HIV/EFS_PDFs/EFS2004_MW.pdf
4
UNAIDS/WHO/Epidemiological fact sheets – 2004 update – Malawi http://www.who.int/GlobalAtlas/PDFFactory/HIV/EFS_PDFs/EFS2004_MW.pdf
Weitere Informationen:
- Roche Pharmaceuticals und HIV/AIDS: www.roche-hiv.com
- Roche Diagnostics in HIV: www.roche-diagnostics.com/servicebox/document_center/index.php
- Zugang zu medizinischer Grundversorgung: www.roche.com/de/sus_med.htm
- European Coalition of Postive People (ECPP): www.ecpp.co.uk
- Freiwilligenarbeit: www.roche.com/de/sus_soc_coop_vol.htm
- Eine Auswahl von Bildern:
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